|
Zwerggarnelenhaltung leicht gemacht!
Sie sind der Geheimtipp unter den Aquarianern: Zwerggarnelen sind faszinierende Wesen und die Beobachtung bei der Nahrungssuche, beim Paarungsschwimmen, bei der Eierpflege oder der Nahrungsaufnahme zieht jeden Betrachter in Bann. Beachtet man einige Grundregeln, dann ist die Haltung und Pflege von Zwerggarnelen kein Buch mit sieben Siegeln , sondern relaitv simpel und bestimmt nicht schwerer ,wie die Haltung von Fischen. Zwerggarnelen sind eher anspruchslos, widerstandsfähig und pflegeleicht. Zwerggarnelen lieben Geselligkeit und leben in der Natur meist in grösseren Gruppen. Deshalb sollte man Anfangs mehrere Tiere einsetzen. Wie alle Wirbellosen, so verfügen auch die Zwerggarnelen über ein Aussenskelett, daß sie abstreifen, sobald sie wachsen.
Ich versuche nun Schritt für Schritt die Einrichtung und Pflege eine Garnelenaquariums zu beschreiben und will zeigen worauf man achten muss, damit die Krustentierchen sich wohlfühlen.
Idealerweise pflegt man die Tiere im Artenbecken, dann kann man ihr Verhalten sehr gut beobachten. Sie haben so keine Scheu und durchstöbern unbekümmert das Aquarium.
Am besten stellt man ein Aquarium für Garnelen entsprechend dem natürlichen Lebensraum, in der Regel Bäche und kleine Flüsse nach. Die Aquariengrösse sollte im Verhältnis zu der Anzahl der gewünschten Tiere und Anzahl und Grösse der Pflanzen gewählt werden. In einem naturnahen Biotop-Aquarium lässt die Wasserqualität gut einstellen und dauerhaft ohne grossen Pflegeaufwand halten.
Wie in den Bächen im natürlichen Lebensraum, ist auch im Aquarium ein gewisser Sauerstoffgehalt für das Wohlbefinden der Zwerggarnelen wichtig. Zwerggarnelen reagieren empfindlicher als Fische auf chemische Belastungen des Wasser. Aus diesem Grunde sollte Leitungswasser aufbereitet werden.
Ein wöchentlicher Wasserwechsel simultiert die in der Natur vorkommenden Regenfälle. Ein leichtes Absinken der Wassertemperatur ist nicht schädlich, im Gegenteil bewirkt oft agileres Herumschwimmen der Garnelen.
Zwerggarnelen sind Allesfresser und ernähren sich in der Natur überwiegend vom ins Wasser gefallenem Laub und Holz, sowie von von Mikroorganismen und sonstigen Kleinlebewesen, sowie Aas. Auch Fischfutter in Form von Flockenfutter, Frostfutter und Futtertabletten werden gerne von den Garnelen angenommen. Damit sorgen sie für ein optisch sauberes Aquarium und verrichten hervorragende Dienste bei der Prävention gegen Algen, indem sie auf den Pflanzenblättern alle Oberflächenalgen abweiden.
Nun zu den einzelnen Schritten:
Aquarium einrichten
Bei der Einrichtung eines Aquariums sollte man etwas Geduld aufbringen. Nach der Einrichtung mit Bodengrund, Pflanzen und Dekorationsgegenständen benötigt das Aquarium ein Einlaufzeit von 3 bis 4 Wochen (Spezielle Mittel oder Wasser aus einem bereits eingefahrenem Aquarium können die Einlaufzeit verkürzen). In dieser Zeit bilden sich nützliche Bakterien, die für ein ökologisches Gleichgewicht sorgen und es entsteht ein schönes und gesundes Biotop. Pflanzen sind nicht nur dekorativ, sondern tragen mit zur Stabilisierung des Ökosyystems bei. Sie wandeln ausgeschiedene Giftstoffe von Lebewesen um und geben gleichzeitig solange sie Licht haben Sauerstoff ab.
Wasser
Vor allem beim Einfahren des Bioptopes sollte die Wasserqualität regelmässig auf den ph Wert, die Härte, Nitrit, Nitrat sowie Kupfer überprüft werden. Gute Fachhändler machen diesen Test kostenlos.Der Filter sollte nur gereinigt werden, wenn der Durchfluss merklich nachlässt . Der Schwamm sollte mit lauwarmen Wasser leicht ausgespült werden, damit die Bakterienkulturen im Filter nicht zerstört werden. Man sollte Wasserwechsel und Filterwechsel immer um einige Tage versetzt und niemals gleichzeitig machen. Die Wassertemperatur entsprechend den Bedürfnisse der gepflegten Zwerggarnelen einstellen. Die meisten Garnelen Arten vertragen Temperaturen zwischen 15 und 26 Grad.
Tiere einsetzen
Nach der Einlaufphase können Sie mit dem Besatz ihrer Tiere beginnen. Als Faustformel kann man 1 Garnele auf 2 Liter Wasser rechnen, Einrichtungsgegenstände müssen dabei nicht berücksichtigt werden. Nehmen Sie das Fassungsvermögen Ihres Beckens
Wenn sich die Zwerggarnelen wohl fühlen, bleibt eine Vermehrung nicht aus und selbst hier haben Sie noch genügend Platz für Nachwuchs.
Regelmäßige Pflege
Man sollte, wenn es geht täglich einen Blick auf das Becken werfen und abgestorbene Pflanzenteile sowie tote Organismen regelmässig entfernen. Beim Füttern gilt die Botschaft: Weniger ist mehr. Immer nur soviel füttern wie innerhalb kurzer Zeit aufgenommen wird.
Die Tiere sollten auf Ihre Vitalität hin regelmässig überprüft werden. Wirken die Tiere apatisch, dann stimmt meistens was mit der Wasserqualität nicht. Alle 3 bis 4 Wochen sollte man den angesammelten Mulm absaugen und den Bodengrund reinigen.
|